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Die Augen sind unser wichtigstes Sinnesorgan – wenn sie irritiert sind, benötigen sie etwas Aufmerksamkeit. Die Tränenflüssigkeit ist für die Augen lebensnotwendig. Sie ernährt die Binde- und Hornhaut, spült Fremdkörper aus dem Auge und schützt das Auge durch keimtötende Inhaltsstoffe vor Infektionen. Ist aber der Funktionskreislauf der Tränenflüssigkeit gestört, spricht man vom “Trockenen Auge”. Tränen bestehen nicht nur aus Wasser, sondern aus vielen Nahrungsbestandteilen, Sauerstoff für die Hornhaut und Abwehrstoffen gegen ein dringende Fremdstoffe und Keime. Der Schleim aus der Bindehaut hält die Flüssigkeit auf dem Auge. Aus den Drüsen am Lidrand werden wichtige Fettsubstanzen zur Stabilisierung der Tränenflüssigkeit beigegeben, die eine zu rasche Verdunstung verhindern. Diese drei Komponenten, Wasser, Fett und Schleim, müssen in einem genau ausbalancierten Mengenverhältnis gemischt sein, damit eine optimale Benetzung und Ernährung der Augenoberfläche gewährleistet ist. Verändert sich aber die Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit, werden die Augen nicht mehr richtig benetzt und geschützt. Trotz häufig erhöhter Tränenmenge trocknen sie aus. Besonders bei älteren Menschen und Frauen in den Wechseljahren tritt diese Veränderung auf. Äussere Einflüsse wie Ozon, Wind, Abgase, Rauch und trockene Raumluft können das Gleichgewicht der Tränenbestandteile ebenfalls durcheinander bringen. Auch Medikamente wie Psychopharmaka, Antidepressiva und Betablocker können langfristig zu trockenen Augen führen. Die typischen Symptome Wenn die Augen ungenügend mit dem Tränenfilm benetzt werden, macht sich das Phänomen des trockenen Auges durch folgende Symptome bemerkbar:
Zur Linderung der Beschwerden können grundsätzliche Massnahmen, wie gut befeuchtete Raumluft mittels Luftbefeuchter, häufiges Blinzeln, Vermeiden von Zugluft und verrauch ten Räumen, ergriffen werden. Zusätzlich können die Augen mit Tränenersatzmitteln behandelt werden, einer der eigenen Tränenflüssigkeit ähnlichen Lösung und völlig ungefährlich, da es sich nur um eine Hornhaut und Bindehaut-Pflege handelt. Die beliebten «weissmachenden» Augentropfen enthalten gefässverengende Wirkstoffe, welche unter anderem den Augenreiz lindern. Sie sind jedoch bei gereizten trockenen Augen nur kurzfristig geeignet und verschlimmern auf Dauer das Leiden. In manchen Fällen sind begleitende Massnahmen, wie das Reinigen des Auges mit einer speziellen Seife, zu empfehlen. Bei Frauen ist eine spezielle kosmetische Beratung unabdingbar, oft dürfen gar keine oder nur noch reizarme Kosmetika verwendet werden. Der Kajalstift kann zusätzlich das Auge reizen, es darf auf keinen Fall die Innenkante des Unterlides geschminkt werden. Bei verklebten oder stark ausgetrockneten Augen können lauwarme Umschläge oder lauwarme Schwarztee-Beutel Linderung verschaffen. Nicht bewährt hat sich das regelmässige Ausspülen der Augen mit kaltem oder lauwarmem Wasser. Dieses führt zwar zunächst zu einer angenehmen Erleichterung, das Wasser spült aber den letzten Rest noch vorhandener Tränenflüssigkeit aus und das Auge ist verstärkt den Umwelteinflüssen ausgesetzt. Die Korrekte Anwendung von Augenpräparaten
Haben Sie Fragen zum Thema Augen? Lassen Sie sich bei Ihrem nächsten Besuch in unserer Apotheke ausführlich beraten. Verantwortlich Dr. Th. Stebler |